Cinelogue-Auswahl
Programmbeschreibung
Cinelogue Picks stellt eine kuratierte Mischung von Filmen zusammen, die die Gespräche innerhalb der Cinelogue-Programme erweitern.
Viele dieser Filme zeichnen nach, wie koloniale Hinterlassenschaften durch staatliche Gewalt, Klassenhierarchien und geschlechtsspezifische Ausschlüsse fortbestehen, während andere auf verschiedene Formen von Solidarität und Vorstellungskraft hinweisen.
Zusätzlich zu diesen kuratorischen Entscheidungen erscheinen hier einige Titel auf Einladung von Filmemachern, die ihre Werke im Rahmen von Cinelogue zeigen möchten.
Indien, 2022, 1h 2m
Seit Generationen arbeiten die Transgender-Frauen in Kaschmir als Heiratsvermittlerinnen und Performerinnen, doch ihre geschlechtsspezifischen, wirtschaftlichen und soziopolitischen Gegebenheiten machen sie zu den am meisten gefährdeten Menschen in der Welt von heute.
Südafrika, 2017, 58m
Eine Erkundung der Welt, die den Studentenaufstand von Soweto 1976 geprägt hat.
Sudan / Norwegen / Dänemark / Frankreich, 2019, 1h 15m
Eine Gruppe junger Frauen in Khartum ist entschlossen, professionell Fußball zu spielen, und widersetzt sich dem Verbot der sudanesischen Militärdiktatur. In einem intimen Dokumentarfilm begleiten wir diese Frauen über einige Jahre hinweg bei ihrem mutigen Kampf um die offizielle Gründung der sudanesischen Frauenfußball-Nationalmannschaft.
Tunesien, 1983, 1h 35m
1983 ergriff der Filmemacher Férid Boughedir die Initiative auf die vergangenen zwanzig Jahre des afrikanischen Kinos zurückzublicken, anhand von Interviews mit afrikanischen Filmemacher*innen und Schauspieler*innen, sowie Ausschnitten aus 18 Filmen. Eine Hommage an die Geschichte des "postkolonialen" afrikanischen Kinos.
Tunesien, 2000, 2h 2m
Als Aïcha (Rabia Ben Abdallah) und ihre beiden Töchter aus Tunis auf die Insel Djerba zurückkehren, begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart, und wir beobachten, wie die Familie im Zentrum des patriarchalischen Systems steht. Eine wichtige feministische Kritik.