Zuckerinsel
von Johanné Gómez Terrero
Dominikanische Republik, Spanien, 2024
Streaming-Regionen: global mit einigen ausnahmen
zusammenfassung
Makenya lässt den Spaß und das Tanzen mit ihren Freunden hinter sich, um Arbeit zu suchen, doch eine ungewollte Schwangerschaft konfrontiert sie plötzlich mit dem Erwachsenenleben. Die Teenagerin lebt mit ihrem Großvater und ihrer Mutter im „Batey“, einer dominikanisch-haitianischen Gemeinschaft von Zuckerrohrarbeitern. Ihre Mutter ist Dienerin der Misterios innerhalb der 21 Divisions, einer afro-dominikanischen religiösen Tradition, und ihr Großvater ist ein Aktivist, der für das Recht auf Renten kämpft. Die Mechanisierung der Zuckerindustrie droht, sie zu vertreiben und ohne Entschädigung zurückzulassen. Die Familie widersetzt sich dem Wandel. Makenya trifft sich mit ihren Freunden in einer parallelen und afrofuturistischen Dimension, wo sie im Rahmen einer theatralischen Übung Dokumente aus der Kolonialzeit lesen, an die Aufstände der Schwarzen auf der Insel erinnern und das Wissen ihrer Vorfahren wiederentdecken, das Gestalt annimmt als eine Art antirassistisches und dekoloniales Manifest. Makenya gelingt es, auf dem Stadtfest Arbeit als Zuckerwatteverkäuferin zu finden, doch sie muss schnell feststellen, dass diese Arbeit ihr nicht die erhoffte Freiheit garantiert, und sie verliert ein Stück ihrer Unschuld. Frustration öffnet ihr die Tür zu ihrem sozialen Engagement. Sie begleitet ihren Großvater zu Demonstrationen, bei denen Gerechtigkeit für Zuckerrohrarbeiter gefordert wird, und erhält später unter der Anleitung ihrer Mutter die „Misterios“. Sie findet ihre Kraft.