Zelluloid Mann
von Shivendra Singh Dungarpur
Indien, 2012
zusammenfassung
Zelluloid Mann ist ein Porträt von P.K. Nair, dem Gründer des National Film Archive of India, dessen lebenslange Hingabe an das Kino zur Bewahrung des indischen Filmerbes beitrug. Generationen von Filmstudenten erinnern sich an Nair, der sein Leben dem Sammeln, Restaurieren und Bewahren von Filmen aus ganz Indien und der ganzen Welt gewidmet hat, als eine obsessive und unermüdliche Präsenz im Vorführraum.
Unter der Regie des ehemaligen FTII-Studenten Shivendra Singh Dungarpur zeichnet der Dokumentarfilm Nairs außergewöhnliche Bemühungen um die Rettung seltener und gefährdeter Filme nach, wobei sie in entlegene Teile Indiens reiste, um vergessene Filmdosen zu sammeln und das aufzubauen, was später das National Film Archive of India werden sollte. Der Film reflektiert den tragischen Verlust eines Großteils des indischen Filmerbes und stellt fest, dass von den 1700 Stummfilmen, die in Indien gedreht wurden, heute nur noch eine Handvoll überlebt, viele davon dank Nairs Bemühungen.
Anhand von Erinnerungen, Archivmaterial und Reflexionen von Filmemachern und Studenten, die von ihm beeinflusst wurden, Zelluloid Mann ist sowohl eine Geschichte des indischen Kinos als auch das Porträt eines Mannes, dessen Liebe zum Film Generationen von indischen Filmemachern geprägt hat, darunter auch Vertreter der indischen Neuen Welle. Auch im Ruhestand bleibt Nair dem Archiv und dem Vermächtnis, das er sein Leben lang aufgebaut hat, treu.