Jëf Jël
von Moussa Sène Absa
Senegal / Frankreich, 1998
zusammenfassung
Dieser poetische und eindringliche Dokumentarfilm erforscht den Baye Fall - eine spirituelle Unterbrüderschaft innerhalb der senegalesischen Mouriden-Bruderschaft. Vom geschäftigen Dakar bis zur heiligen Stadt Touba folgt der Film den Anhängern dieses mystischen Ordens, die Zeugnis von ihrem Glauben und ihren täglichen Ritualen ablegen.
über die/den regisseur*in
Moussa Sène Absa (*1958, Senegal) ist ein gefeierter Filmemacher, Drehbuchautor, Maler und Schriftsteller. Er begann seine Filmkarriere als Drehbuchautor für Les Enfants de Dieu, und sein Regiedebüt Le Prix du Mensonge (1988) brachte ihm den Silbernen Tanit auf dem Filmfestival von Karthago ein. Nach seinen Anfängen als Schauspieler führte Absa bei einer Reihe von gefeierten Kurz-, Dokumentar- und Spielfilmen Regie.
Auf seinen ersten Spielfilm Ken Bugul (1991) folgte Ça Twiste à Popenguine (1992), der ihm internationale Anerkennung brachte. 1996 führte er Regie bei Tableau Ferraille, der 1997 bei der FESPACO als bester Film ausgezeichnet wurde. Dieser Film bildete den Auftakt zu seiner Trilogie über Frauen, die mit Madame Brouette (2002), der auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde, fortgesetzt und mit Xalé (2022) abgeschlossen wurde.
Trotz seiner internationalen Bekanntheit ist Absa im Senegal weniger bekannt, obwohl seine Fernseharbeit, insbesondere die beliebte Serie Goorgoorlu (geschrieben von TT Fons und produziert von RTS), ein breites inländisches Publikum erreichte. Seine späteren Filme Teranga Blues (2007) und Yoole (2013) wurden beide für den Wettbewerb bei FESPACO ausgewählt.
Oft wird er als Verkörperung des Ideals der "homo senegalensis" - Absa ist ein Künstler, der in der Tradition verwurzelt und dennoch offen für globale Einflüsse ist - sein vielseitiges Werk spiegelt eine tiefe Auseinandersetzung mit der senegalesischen Gesellschaft und Kultur wider.