Xaraasi Xanne (Crossing Voices)

von Raphaël Grisey, Bouba Touré

Frankreich / Deutschland, 2022

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Play-Taste 9still aus xaraasi xanne crossing stimmen von raphael grisey und bouba touré 2022
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Dokumentarfilm, 2h 2m

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programm
23 von 25 Filmen
Cinelogue-Auswahl

zusammenfassung

Unter Verwendung seltener Film-, Foto- und Tonarchive erzählt Xaraasi Xanne (Crossing Voices) das beispielhafte Abenteuer von Somankidi Coura, einer landwirtschaftlichen Genossenschaft, die 1977 in Mali von westafrikanischen Gastarbeitern gegründet wurde, die in französischen Arbeiterwohnheimen lebten. Die Geschichte dieser unwahrscheinlichen, utopischen Rückkehr in die Heimat folgt einem verschlungenen Pfad, der durch die ökologischen Herausforderungen und Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent von den 70er Jahren bis in die Gegenwart führt. Um diese Geschichte zu erzählen, kehrt Bouba Touré, einer der Hauptdarsteller, in sein persönliches Archiv zurück und dokumentiert die Kämpfe der Bauern in Frankreich und Mali sowie die persönlichen Geschichten von Wanderarbeitern über viele Jahrzehnte. Der Film ist eine Geschichte der Überlieferung, der Verwandtschaft und der kinematografischen Geografien: Im Laufe des Films begleiten Stimmen Bouba und erzählen die Geschichte einer vergessenen Erinnerung, die in die Zukunft führt.

über die regisseur*innen

Raphaël Grisey. geboren 1979, lebt in Berlin. Grisey setzt sich in filmischen, redaktionellen und fotografischen Arbeiten mit Erinnerungspolitik, Architektur, Migration und Landwirtschaft auseinander (u.a. die Filme prvi deo, red star 2006 mit f. lazar; cooperative, 2008; the exchange of perspectives ; minhocão, 2011; amor e progresso, 2014; remanescentes 2015).

Bouba Touré. (1948-2022), lebte in Paris und Somankidi Coura, Mali. In Frankreich lebte er ab 1965 im Foyer Pinel und arbeitete bis 1969 in der Metallfabrik Chausson. Er studierte an der Universität von Vincennes und war Filmvorführer im Kino 14 juillet und l'Entrepôt, Paris. Seit den 1970er Jahren ist er Fotograf und dokumentiert das Leben und die Kämpfe von Wanderarbeitern und Bauern in Frankreich und Mali. Touré war 1977 Mitbegründer der Genossenschaft Somankidi Coura.

Im Jahr 2015 veröffentlichte er das Buch “notre case est à saint denis, xérographes publishers.
Seit den 1980er Jahren stellt Touré seine Werke aus und hält Vorträge in assoziativen und FoyerZirkeln und neuerdings auch in Kunstinstitutionen. Seine fotografischen Arbeiten wurden u.a. bei den Bamako Encounters 2019 und bei der Triennale der Photographie in Hamburg 2022 präsentiert.

Seit 2006 arbeiten Touré und Grisey gemeinsam an Projekten mit dem aktuellen Namen Sowing Somankidi Coura, ein generatives Archiv seit 2015. Daraus entstanden verschiedene Workshops, Film- und Theaterproduktionen u.a. mit der Theatergruppe Kàddu Yaraax in den Jahren 2017 und 2019, sowie Publikationen und Texte, wie Sowing Somankidi Coura, a generative archive (2017, Archivbuchverlag), ihre Arbeiten wurden u.a. beim Kàddu Yaraax Theaterforum Festival gezeigt, Kunsthall Trondheim (no), Archive Kabinett, Savvy Contemporary, HKW, Neuer Berliner Kunstverein, Den Fries, 9th Contour Biennale (be), Parco arte vivente, Un lieu pour respirer, Centre Pompidou, Dhaka art summit, Open justice und in der Konsthall Göteborg. Ihr Langfilm Xarassi Xanne-crossing voices wurde 2022 auf dem Festival Cinéma du Réel, dem Afrikanischen Filmfestival von Tarifa (Spanien), Monde en vues (Guadeloupe) & Archivio Aperto (Bologna - Italien) ausgezeichnet.

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